P E R M A T E C T U R E

"Kein Tropfen Regenwasser darf das Meer erreichen, wenn er nicht vorher zum Wohle vieler Lebewesen genutzt wurde..."

King Parakramabahu the Great of Sri Lanka (1153 – 1186)

 

PERMAkultur, ein Begriff geprägt von Bill Mollison und David Holmgren in den 1970ern, ist ein Konzept, das in den letzten 40 Jahren weltweit immer stärker an Bedeutung gewinnt. Hauptsächlich geht es hier um Strategien für eine nachhaltige Lebensweise auf unserem Planeten, die durch systemische und interdisziplinäre Ansätze geprägt ist.

ArchiTEKTUR ist ein integrativer Bestandteil menschlicher Kultur, welche unter anderem auch als „Überwindung der Natur“ definiert werden kann.

PERMATECTURE versucht diesen vordergründigen Widerspruch zwischen „Natur“ und „Kultur“ auf sanfte und integrative Weise aufzulösen.

 
Das international tätige Architekturbüro PERMATECTURE wird von
 
Architekt Dipl. Ing. Jens Kalkhof (*12.05.1968) betrieben: 
 
 
AUSBILDUNG:
ARCHITEKTUR
1987 Deutsches Abitur - Deutsche Schule Johannesburg
1988 Beginn Architekturstudium Universität Witwatersrand Johannesburg
1989 - 1992 Universität Nord-London (Bachelor of Science)
1994 - 1995 University-College London Bartlett-School of Architecture (Diploma Arch.)
2010 Architektenbefugnis EU
   
BERUFSLAUFBAHN:  
1989 - 1990 Architekturabteilung Daniel Watney / Douglas Young - London / GB
1995 - 1996 Architekturbüro Fischer in Berlin / D
1996 - 1997 Architekturbüro Riess / Hohensinn (Holzbau) in Graz / A
1997 – aktuell Kauf und Bewirtschaftung einer 4 ha Landwirtschaft  / A
1998 - 2010 Freiberuflicher Büro- und Projektleiter für das Architekturbüro Pittino & Ortner in Deutschlandsberg und  Graz / A
2008 – aktuell Projektentwicklung und Seminarleitung in Zusammenarbeit mit "Holzer Permaculture" / A
2010 – 2014 Gründung des Architekturbüros Permatecture / Geschäftsführung / D
2015 - aktuell Umzug des Architekturbüros Permatecture nach Österreich / Hauptgeschäftssitz
   
WOHNORTE: Deutschland - Südafrika - England - Österreich
   
PROJEKTE: Deutschland - England - Österreich - Spanien - Portugal - Schweiz - Slowakei - Ukraine - China - Kasachstan - Russland - Moldawien - USA 
   
REISEN: Spanien - Portugal - Frankreich - Schottland - Wales - Holland - Belgien - Schweiz - Slowakei - Tschechien - Kroatien - Italien - Griechenland - Slowenien - Ukraine - China - Thailand - Indien - Nepal - Kasachstan - Russland - Moldawien - Belize - Honduras - Mexiko - Guatemala - USA - Transkei - Ägypten - Israel

 

Seit Sommer 1997 wird eine ~4ha große ökologische Landwirtschaft („Reindlhof“) in der Südsteiermark / Österreich nach Prinzipien der Permakultur als Familienbetrieb bewirtschaftet. 

Dieser Ort dient auch als Basis für experimentelle Forschung sowie für die Planung und Realisierung vieler Architektur- als auch Land(wirt)schaftsprojekte, meistens in Zusammenarbeit mit diversen GeschäftspartnerInnen.

PERMATECTURE plant und realisiert Projekte in Zusammenarbeit mit kompetenten Experten und Partnerbetrieben.

PERMATECTURE bietet an:

  • - Projektkonzeptionen und -entwicklung.
  • - Planung und Beratung von Architektur- und Permakultur-Projekten
  • - Seminare und Fortbildungen.
  • - Projektpräsentation und -dokumentation.

 

Zentrale Prinzipien von PERMATECTURE sind:

  • - Größte Effekte mit minimalem Aufwand zu erzielen.
  • - Einsatz von „sanften Technologien“ (low-tech).
  • - Kreative Nutzung von regenerativen Energietransformationen.
  • - Systemische Konzeptionen.
  • - Nachhaltiger Wasserhaushalt als wichtiges Planungsziel.
  • - Praxisorientiertes Planen und Handeln.

Eine nachhaltige Planung kann nur erfolgreich sein, wenn so viele "natürliche" wie auch "künstliche" (anthropogene) Einflussfaktoren, verstanden und berücksichtigt werden:

Unter "natürliche" Faktoren finden sich Rubriken wie:

  • Topografie
  • historische Entwicklung des Grundstückes
  • Geologische Verhältnisse und Bodenbeschaffenheiten
  • Wasservorkommen und -verhalten (ober- und unterirdisch) sowie Luftfeuchte
  • Klima (Wind, Niederschläge, Temperatur, Sonneneinstrahlung, etc.)
  • "natürliche" Fauna und Flora

"Künstliche" (anthropogene) Faktoren sind unter anderem:

  • Emission / Immission - Luftgüte
  • historische Nutzung des Grundstückes
  • Wassernutzung- und verschmutzung, anthropogene verursachtes Hochwasser oder Dürre
  • Emission / Immission - Luftgüte
  • "künstliche" Fauna und Flora (Neophyten, Neozoen sowie ausgestorbene oder bedrohte Arten)

Dazu gehören unter anderem auch so genannte "objektiv messbare" und "naturwissenschaftliche" Faktoren wie z.B.:

Ort, Lage, Klima, Topografie, Geologie, Hydrogeologie, Ökologie, etc...

als auch nicht "meßbare" und "geisteswissenschaftliche" Aspekte wie:

Ideologie, Philosophie, Kunst, Kultur, Geschichte, Religion, Politik,etc...

Diese Liste ist lang und die Beziehungen der einzelnen Faktoren sind komplex.

Das Thema Wasser ist und bleibt jedoch der Mittelpunkt der meisten Projekte. Wasser in seinen unterschiedlichen und verschiedenen Formen wird als physische Grundlage allen Lebens - als "Lebensraum" – zentral thematisiert.

Eine ökologisch sinnvolle Stabilisierung des Wasserhaushaltes stellt den wichtigsten Teil für die Rekultivierung eines Grundstückes dar. Damit ist nicht der Aufwand (der oft geschätzt nur ca. 5%-10% der gesamten Projektkosten ausmacht), sondern den Effekt, den eine großflächige Wasserretention/-speicherung haben wird. Die sichtbare Wassermenge in Form von Bächen, Flüssen oder Seen ist nur ein Bruchteil des Wassers, das sich auf jedem Gelände befindet. Hauptsächlich ist es im Erdkörper als Sicker- und Grundwasser vorhanden und für uns nicht direkt sichtbar. Der größte Teil aller Wasserspeicherung findet im Erdkörper statt.

Ca. 97% aller globalen Süßwasserreserven sind als Grundwasser gespeichert. Diese Speicherung wird auch noch weit jenseits der Grenzen eines Projektgebietes stattfinden und weiträumig die Feuchtigkeit des Erdkörpers positiv beeinflussen; insbesondere während Trockenperioden.

Ein sensibles Verständnis und Achtsamkeit in Hinsicht auf natürliche und ökologische Zusammenhänge bedeutet ein sehr großes Potential:

Je stärker wir zulassen, dass sich unsere direkte Umwelt reichhaltig und vielfältig entwickeln kann, desto nachhaltiger und stabiler wird unsere Lebensgrundlage sein! 

 
WASSERRETENTION - Globale Visionen und Strategien zur Renaturierung von Landschaften:
  
Ungeachtet der Tatsache, dass nicht nur von Entscheidungsträgern der Wirtschaft und Politik darüber diskutiert wird, ob und wie die globalen Ökosysteme durch menschlichen Einfluss systematisch zerstört werden, sollen unsere Projekte aufzeigen, dass es mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich ist, die momentane Ausbreitung der Degradierung von Wasserhaushalt und Böden nicht nur aufzuhalten sondern auch rückgängig zu machen. 
 
Der augenscheinliche Widerspruch, dass es Regionen auf der Erde gibt, die sowohl von Dürre als auch von Überschwemmungen betroffen sind (z.B. Sahelzone Afrika), verschwindet, wenn dieser in einem ökologischem Kontext betrachtet wird. Ob Wasser nun zum Segen oder zum Fluch wird ist keine „Entweder-Oder-Frage“. Es ist eine Frage des übergeordneten Wasserhaushaltes der jeweiligen Gebiete
.
Jeder Tropfen Wasser, der durch Niederschläge auf das Festland fällt, ist außerordentlich kostbar.
 
Wasser ist die Grundlage und Bedingung allen Lebens auf der Erde. Es sollte unter allen Umständen so lange wie möglich auf dem Festland gehalten werden. Sobald kostbares Süßwasser durch Flüsse im Meer verschwindet ist es erst einmal unwiderbringlich verloren. Die meisten Projekte beschreiben auf unterschiedliche Weise die gleichen Grundprobleme eines instabilen Süßwasserhaushaltes und verfolgen das gleiche Ziel einer sanften, dezentralen, naturnahen und nachhaltigen Rekultivierung dieser sensiblen Landschaften:
 
In allen diesen Beispielen geht es letztendlich darum, den Grundwasserspiegel zu stabilisieren, Mutterboden aufzubauen und Bodenerosionen zu verhindern. Niederschläge werden an schnellem und unkontrolliertem Abfließen gehindert (Pufferfunktionen). Der Erdkörper soll langsam und großflächig mit ausreichender Feuchtigkeit versorgt werden. Eine Hand–in-Hand gehende dauerhafte Begrünung dieser Flächen bewirkt langfristige positive Rückkopplungseffekte und eine Stabilisierung des Gesamtsystems. Diese Prinzipien sind unabhängig von der jeweiligen Klimazone bzw. Topografie der einzelnen Gebiete.
 
Die Strategien und Resultate dieser Maßnahmen sind vielfältig und von Fall zu Fall, je nach Region, mit unterschiedlichen Schwerpunkten versehen:
 
- Oasenbildungen
- Verhinderung von Bodenversalzungen
- Verdrängung von Salzwasser (Meer) in den unteren Bodenschichten (Küstenregionen)
- Diversifizierung und Verbesserung der Kulturnutzungen und -erträge
- Schutz vor Katastrophen (Überflutungen) durch Extremniederschläge
- Hebung des Grundwasserspiegels
- Wind – und Feuerschutz
- Erosionsschutz (Erdrutsche und Humusabtragung)
- Schaffung einer widerstandsfähigen Fauna und Flora
- Rekultivierung der Wälder
- Bodenverbesserung durch Humusaufbau
- Nachhaltige Trinkwasserversorgungen und Bewässerungssysteme
- Stromerzeugung durch Wasserkraft als Sekundäreffekt
- Ökonomische Unabhängigkeit der regionalen Bevölkerung.  
     

2013 Reindl 42 pond

 

 

 

 

 

Arch. DI. Jens Kalkhof

 

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